Datenreport · Remote-Arbeitsmarkt Deutschland
Remote Work in Deutschland 2026: Daten, Gehälter, Städte, Trends
Der nomado24 Remote-Report 2026
Stand der Daten: 17. Juli 2026 (Europe/Berlin). Ein Datenreport von nomado24, kombiniert aus amtlicher Statistik zum deutschen Arbeitsmarkt und dem eigenen Live-Stellenindex von nomado24.
Aktualisierung vom 9. August 2026: Diese Ausgabe bleibt bewusst auf dem Stand vom 17. Juli 2026, alle Zahlen sind unverändert. Damals zählte als Gehaltsangabe nur ein ausgewiesenes Gehaltsfeld der Stellenanzeige. Inzwischen erkennt der Index zusätzlich Gehälter, die nur im Fließtext einer Anzeige stehen; unter dieser erweiterten Messung liegt die Nennungsquote am 9. August 2026 bei 8,0 Prozent (761 von 9.487 Stellen). Der Unterschied zu den 2,6 Prozent dieses Reports ist ein Methodenwechsel, keine Veränderung am Arbeitsmarkt: Nach dem alten Verfahren gemessen liegt derselbe 9. August bei 1,4 Prozent. Einordnung in Abschnitt 4 und Abschnitt 7.
Die These in einem Satz: Remote-Arbeit hat sich in Deutschland bei einem stabilen Viertel der Erwerbstätigen eingependelt und ist heute ganz überwiegend hybrid, nicht vollremote. Doch das Gehalt hinter diesen Stellen bleibt weitgehend verborgen: Im Live-Index von nomado24 nannten im Juli 2026 nur 2,6 Prozent der Remote- und Hybrid-Stellen ein Gehalt (gemessen am ausgewiesenen Gehaltsfeld; nach der erweiterten Messung inklusive Fließtext sind es im August 2026 8,0 Prozent, also weiterhin weniger als jede zehnte Stelle), Wochen nachdem die Umsetzungsfrist für eine EU-Richtlinie zu Gehaltsangaben abgelaufen ist, die Deutschland zu dieser Frist nicht in nationales Recht umgesetzt hatte.
Die 6 Kernbefunde
Die sechs zentralen, jeweils direkt belegten Befunde dieses Reports. Jede Zahl nennt ihre Quelle, damit sie einzeln zitierfähig ist. Amtliche Zahlen beschreiben den deutschen Arbeitsmarkt; Zahlen mit dem Hinweis "nomado24-Index" beschreiben ausschließlich die auf nomado24 gelisteten Stellen, nicht den Gesamtmarkt.
Nur ein kleiner Teil der Remote- und Hybrid-Stellen nennt ein Gehalt
Ein Viertel der Erwerbstätigen arbeitet zumindest gelegentlich im Homeoffice
Vollremote schrumpft, Hybrid ist die Norm
Fast drei von zehn gelisteten Stellen sind auf Englisch ausgeschrieben
Homeoffice ist zwischen den Branchen extrem ungleich verteilt
Das Medianeinkommen in Deutschland gibt den Maßstab
| Nr. | Kernbefund | Zahl | Quelle |
|---|---|---|---|
| 1 | Nur ein kleiner Teil der Remote- und Hybrid-Stellen nennt ein Gehalt | 2,6 % (183 von 6.957); erweiterte Messung ab August 2026: 8,0 % | nomado24-Index, report-stats, Snapshot 17.07.2026 (nur ausgewiesene Gehaltsfelder) |
| 2 | Ein Viertel der Erwerbstätigen arbeitet zumindest gelegentlich im Homeoffice | 25 % (2025) | Destatis, PM N024, 22.04.2026 |
| 3 | Vollremote schrumpft, Hybrid ist die Norm | nur noch 24 % der Homeoffice-Nutzer ausschließlich zu Hause | Destatis, PM N024, 22.04.2026 |
| 4 | Fast drei von zehn gelisteten Stellen sind auf Englisch ausgeschrieben | rund 30 % (2.081 von 6.957) | nomado24-Index, report-stats |
| 5 | Homeoffice ist zwischen den Branchen extrem ungleich verteilt | 74 % in IT vs. 6 % in der Gastronomie | Destatis, PM N024, 22.04.2026 |
| 6 | Das Medianeinkommen in Deutschland gibt den Maßstab | 54.066 EUR brutto/Jahr, Vollzeit (2025) | Destatis, PM PD26_113_621 |
Abschnitt 1: Wie verbreitet ist Remote-Arbeit in Deutschland?
Der Ausgangspunkt ist eine amtliche Zahl. Im Jahr 2025 arbeiteten 25 Prozent aller Erwerbstätigen zumindest gelegentlich im Homeoffice (Destatis, Pressemitteilung N024 vom 22.04.2026). Vor der Pandemie, 2019, waren es erst 13 Prozent. Die Quote hat sich also gegenüber der Zeit vor Corona nahezu verdoppelt und dann bei einem Viertel der Erwerbstätigen stabilisiert. Sie ist nicht wieder eingebrochen.
| Jahr | Anteil im Homeoffice (zumindest gelegentlich) |
|---|---|
| 2019 | 13 % |
| 2021 | 25 % |
| 2022 | 24 % |
| 2023 | 23 % |
| 2024 | 24 % |
| 2025 | 25 % |
2019 auf 2021 gestrichelt: 2020 wurde in der Quelle nicht erhoben.
Basis: Erwerbstätige, die zumindest gelegentlich im Homeoffice arbeiten. Quelle: Destatis PM N024 (22.04.2026) und N051 (25.09.2025). Grafik: nomado24.de
Ein zweiter, unabhängiger Beleg stützt dieses Bild. Das ifo Institut ermittelte für August 2025 einen Anteil von 24,4 Prozent aller Beschäftigten, die zumindest teilweise von zu Hause arbeiten, und beschreibt das Niveau als "recht stabil bei einem Viertel" seit 2022. ifo-Ökonom Jean-Victor Alipour: "Ein Trend zur Rückkehr ins Büro ist nicht erkennbar" (ifo Institut, 02.09.2025). Zwei unabhängige Quellen landen also bei rund einem Viertel, das macht die Zahl belastbar.
Zugleich ist das Potenzial größer als die Praxis. Nach einer Strukturanalyse von Alipour, Falck und Schüller (ifo/IAB) könnten rund 56 Prozent der Erwerbstätigen ihre Tätigkeit zumindest teilweise von zu Hause erledigen ("homeofficefähig"), während nur 25 Prozent es tatsächlich tun. Wichtige Einordnung: Diese 56 Prozent sind Strukturdaten aus der Zeit um 2020, also kein aktueller Messwert, sondern eine Potenzialgröße; entsprechend gekennzeichnet (IAB-Forum, "Potenzial für Homeoffice noch nicht ausgeschöpft").
| Altersgruppe | Anteil im Homeoffice |
|---|---|
| 35 bis 44 Jahre | 30 % |
| 25 bis 34 Jahre | 28 % |
| 55 bis 64 Jahre | 22 % |
| 15 bis 24 Jahre | 10 % |
Abschnitt 2: Hybrid schlägt Vollremote
Die vielleicht wichtigste Verschiebung der letzten Jahre: Vollremote ist nicht mehr die Norm, Hybrid ist es. Von den Menschen, die 2025 überhaupt Homeoffice nutzen, arbeiten nur noch 24 Prozent ausschließlich zu Hause, während 46 Prozent weniger als die Hälfte ihrer Arbeitstage von zu Hause aus verbringen. Auf dem Pandemie-Höhepunkt 2021 waren noch 40 Prozent der Homeoffice-Nutzer vollremote (Destatis PM N024, 22.04.2026).
| Zeitpunkt | Anteil, der ausschließlich zu Hause arbeitet |
|---|---|
| 2021 (Pandemie-Höhepunkt) | 40 % |
| 2025 | 24 % |
Die Angebotsseite bestätigt diesen Trend. Unter den auf nomado24 gelisteten Stellen überwiegen Hybrid-Ausschreibungen die reinen Vollremote-Stellen im Verhältnis von rund 62 zu 38 Prozent (4.327 hybrid vs. 2.630 vollremote von 6.957 aktiven Stellen; nomado24-Index, report-stats, Snapshot 17.07.2026).
| Arbeitsform | Anzahl Stellen | Anteil |
|---|---|---|
| Hybrid | 4.327 | 62,2 % |
| Vollremote | 2.630 | 37,8 % |
| Vor Ort (Onsite) | 0 (bei der Erfassung ausgeschlossen) | k. A. |
- Hybrid: 62,2 % (4.327)
- Vollremote: 37,8 % (2.630)
Basis: aktive Remote- und Hybrid-Stellen im nomado24-Index, Snapshot 17.07.2026. Der Index ist quellen-gewichtet (Feed einer öffentlichen Stellenbörse rund 40 Prozent), also kein Zufallssample des Arbeitsmarkts, sondern eine Bestätigung der amtlichen Verschiebung aus Angebotssicht. Quelle: nomado24-Index, report-stats.byWorkLocation. Grafik: nomado24.de
Abschnitt 3: Wer remote arbeitet, und wer nicht
Homeoffice ist kein gleichmäßig verteiltes Privileg. Es hängt stark von Branche, Region und sogar vom Arbeitsweg ab. Diese Verteilungen sind durchweg amtlich belegt und gehören zu den am häufigsten geteilten Befunden dieses Reports.
| Branche | Anteil im Homeoffice |
|---|---|
| IT-Dienstleistungen, Unternehmensführung und Unternehmensberatung | 74 % |
| Informationsdienstleistungen | 68 % |
| Versicherungen und Pensionskassen | 68 % |
| Kfz-Handel und -Reparatur / Einzelhandel | je 10 % |
| Gebäudebetreuung, Garten- und Landschaftsbau | 7 % |
| Gastronomie | 6 % |
Basis: Erwerbstätige 2025, zumindest gelegentlich. Kernaussage: Zwischen IT und Beratung (74 Prozent) und Gastronomie (6 Prozent) liegt Faktor zwölf. Quelle: Destatis PM N024 (22.04.2026). Grafik: nomado24.de
| Bundesland | Anteil im Homeoffice |
|---|---|
| Hamburg | 35,6 % |
| Berlin | 31,2 % |
| Hessen | 27,4 % |
| Brandenburg | 18,1 % |
| Mecklenburg-Vorpommern | 14,1 % |
| Thüringen | 13,5 % |
| Sachsen-Anhalt | 10,9 % |
Ein besonders gegenläufiger, selten genutzter Befund betrifft den Arbeitsweg. Je weiter der Weg zur Arbeit, desto mehr Homeoffice: Wer weniger als fünf Kilometer entfernt wohnt, nutzt es zu 14 Prozent, wer 50 Kilometer oder mehr pendelt, zu 42 Prozent (Destatis PM N051, 25.09.2025). Homeoffice ersetzt also vor allem lange Pendelstrecken.
| Entfernung zum Arbeitsplatz | Anteil im Homeoffice |
|---|---|
| unter 5 km | 14 % |
| 25 bis unter 50 km | 29 % |
| 50 km und mehr | 42 % |
Abschnitt 4: Die Gehaltslücke: Was Remote-Jobs zahlen, und was sie verschweigen
Dies ist das Herzstück des Reports und der Befund, den nur nomado24 liefern kann.
Im Juli 2026 nannten nur 2,6 Prozent der auf nomado24 gelisteten Remote- und Hybrid-Stellen ein Gehalt (183 von 6.957 aktiven Stellen; nomado24-Index, report-stats .salary, Snapshot 17.07.2026). Gezählt wurde dabei ausschließlich ein ausgewiesenes Gehaltsfeld der Anzeige, nicht ein Betrag, der irgendwo im Fließtext steht. Ein Kontrollwert über das öffentlich ausgespielte Board bestätigt die Größenordnung: 2,44 Prozent (169 von 6.929).
Basis: 6.957 aktive Remote- und Hybrid-Stellen im nomado24-Index, Snapshot 17.07.2026, Feld report-stats.salary; gezählt wurden nur ausgewiesene Gehaltsfelder. Kontrollwert über das öffentliche Board: 2,44 Prozent (169 von 6.929). Unter der erweiterten Messung inklusive Fließtext liegt die Quote am 9. August 2026 bei 8,0 Prozent (761 von 9.487); der Unterschied ist ein Methodenwechsel, siehe Abschnitt 7. Aussage zur Transparenz-Quote, nicht zur Gehaltshöhe. Quelle: nomado24-Index. Grafik: nomado24.de
Wichtige Einordnung, die zu dieser Zahl gehört: Die Stichprobe von 183 Stellen ist klein und selbstselektiv (Arbeitgeber, die ein Gehalt nennen, verteilen sich ungleich über die Branchen). Es handelt sich um eine Aussage zur Transparenz-Quote, nicht zur Gehaltshöhe. Deshalb veröffentlicht dieser Report bewusst kein "typisches Remote-Gehalt" aus den eigenen Daten. In der damals abgerufenen Fassung des Endpunkts fehlte ein Median, und die Rohwerte enthielten offensichtliche Parse-Artefakte; beide werden daher nicht zitiert. Für Gehaltshöhen greift der Report stattdessen auf amtliche Zahlen zurück (siehe Tabelle 4.3).
Was sich seit diesem Snapshot geändert hat: Seit Ende Juli 2026 wertet der Index zusätzlich Gehälter aus, die nur im Fließtext einer Anzeige genannt werden. Unter dieser erweiterten Messung nennen am 9. August 2026 8,0 Prozent der aktiven Stellen ein Gehalt (761 von 9.487). Die beiden Werte sind ausdrücklich keine Zeitreihe: Sie messen dasselbe Merkmal mit unterschiedlichen Verfahren. Nach dem alten, engeren Verfahren liegt der Wert am 9. August bei 1,4 Prozent (136 von 9.583), also unter dem Juli-Wert. Rückwirkend neu berechnen lässt sich der 17. Juli nicht, weil der Index den jeweils aktiven Stellenbestand misst und die damals aktiven Anzeigen inzwischen überwiegend abgelaufen sind. Die Kernaussage dieses Abschnitts trägt unter beiden Verfahren: Mehr als neun von zehn Remote- und Hybrid-Stellen nennen kein Gehalt.
Rechtlicher Hintergrund: die EU-Entgelttransparenzrichtlinie. Die Richtlinie (EU) 2023/970 verpflichtet Arbeitgeber, in Stellenausschreibungen oder vor dem ersten Gespräch das Entgelt oder eine Entgeltspanne anzugeben, und verbietet die Frage nach dem bisherigen Gehalt. Die Europäische Kommission hat bestätigt, dass die Umsetzungsfrist der 7. Juni 2026 bleibt (Ogletree). Deutschland hat diese Frist verstreichen lassen: Zum Analysezeitpunkt der Quelle (Stand 20. Mai 2026) hatten erst zwei Mitgliedstaaten, Italien und die Slowakei, ein vollständiges Umsetzungsgesetz in Kraft, Deutschland gehörte nicht dazu (L&E Global, 27.05.2026). Genau dieser Kontrast macht den Befund aktuell: Die Umsetzungsfrist für eine EU-Vorgabe zu Gehaltsspannen war der 7. Juni 2026, Deutschland hatte sie zu diesem Zeitpunkt nicht erlassen, und in der Praxis nennt nahezu keine Remote- oder Hybrid-Stelle ein Gehalt. (Der genaue Umsetzungsstand für Deutschland ist zum Veröffentlichungsdatum erneut zu prüfen; siehe Methodik.)
Für die tatsächlichen Gehaltshöhen liefern amtliche Zahlen den Maßstab. Der typische Vollzeitbeschäftigte in Deutschland verdiente 2025 ein Medianbruttogehalt von 54.066 EUR im Jahr (Destatis, PM PD26_113_621). Das arithmetische Mittel lag höher, bei 64.441 EUR, und der Ost-West-Unterschied bleibt spürbar (Ost ohne Berlin 46.013 EUR vs. West 55.435 EUR). Für die qualifizierten, remote-typischen Berufe zeigt der Entgeltatlas der Bundesagentur für Arbeit eine breite Spanne.
| Rolle | Beruf (Anforderungsniveau) | Median EUR/Monat | ca. EUR/Jahr | Quelle (Entgeltatlas) |
|---|---|---|---|---|
| IT (Generalist) | Informatiker/in (Experte) | 6.478 | ca. 77.700 | web.arbeitsagentur.de/entgeltatlas/beruf/58711 |
| IT (Entwicklung) | Softwareentwickler/in (Experte) | 6.097 | ca. 73.200 | web.arbeitsagentur.de/entgeltatlas/beruf/15260 |
| Vertrieb | Außendienstmitarbeiter/in (Spezialist) | 5.458 | ca. 65.500 | web.arbeitsagentur.de/entgeltatlas/beruf/6728 |
| Personalwesen | Personalreferent/in (Spezialist) | 5.088 | ca. 61.100 | web.arbeitsagentur.de/entgeltatlas/beruf/58977 |
| Buchhaltung | Buchhalter/in (Spezialist) | 4.259 | ca. 51.100 | web.arbeitsagentur.de/entgeltatlas/beruf/7692 |
| Kundenservice | Kundendienstberater/in (Spezialist) | 3.748 | ca. 45.000 | web.arbeitsagentur.de/entgeltatlas/beruf/27818 |
Monatlicher Median, Vollzeit, sozialversicherungspflichtig, ohne Sonderzahlungen. Alle Zeilen auf Stufe Spezialist oder Experte (Fachprofi, nicht Einstieg). Das sind amtliche Entgeltatlas-Mediane für diese Berufe, keine nomado24-Gehälter. Quelle: Bundesagentur für Arbeit, Entgeltatlas 2024. Grafik: nomado24.de
Ein Hinweis zur Vorsicht bei Zeitreihen: Der StepStone-Gehaltsreport weist für 2025 ein Medianbruttogehalt von 45.800 EUR und für 2026 von 53.900 EUR aus. Dieser Sprung ist eine Methoden- und Stichprobenänderung (die Ausgabe 2026 nutzt rund 1,3 Millionen Gehaltsplaner-Datensätze), kein tatsächlicher Lohnzuwachs binnen eines Jahres. Er darf nicht als Jahresvergleich gelesen werden (Quelle: StepStone via Controllingportal).
Bezug zum Gender-Pay-Thema. Der Entgeltatlas zeigt in denselben Berufen deutliche Gehaltsunterschiede zwischen Frauen und Männern: Softwareentwickler/in 5.437 EUR (Frauen) vs. 6.193 EUR (Männer), Buchhalter/in 4.074 EUR vs. 4.905 EUR, Personalreferent/in 4.917 EUR vs. 5.738 EUR (jeweils Median, Deutschland; Entgeltatlas 2024). Genau diese Lücke ist eines der erklärten Ziele der Entgelttransparenzrichtlinie, was den Zusammenhang von Transparenz und fairer Bezahlung unterstreicht.
Abschnitt 5: Wer stellt remote ein?
Der Blick auf die Arbeitgeberseite zeigt eine stark zersplitterte Angebotslandschaft.
| Arbeitgeber | Aktive Stellen |
|---|---|
| Canonical | 84 |
| Vanta | 52 |
| GitLab | 49 |
| 1KOMMA5 GmbH | 40 |
| D Ploy | 38 |
| Celonis | 35 |
| Remote | 35 |
| Supabase | 32 |
| Twilio | 29 |
| Grafana Labs | 27 |
Der Markt ist ausgesprochen langgestreckt ("long tail"). Der Index zählt 2.759 verschiedene Arbeitgeber. Nur 202 davon schreiben drei oder mehr aktive Stellen aus, nur 45 zehn oder mehr. Rund 93 Prozent (etwa 2.557) posten lediglich ein oder zwei Stellen (nomado24-Index, report-stats .companies plus Companies-Endpoint; der 93-Prozent-Wert ist eine endpunktübergreifende Schätzung und als solche gekennzeichnet). Anders gesagt: Eine Handvoll Firmen stellt remote in großem Umfang ein, die große Mehrheit listet nur ein oder zwei Rollen.
Zur Aktualität der Daten: 34,1 Prozent der Stellen wurden vom Arbeitgeber in den letzten sieben Tagen veröffentlicht (2.366 von 6.929, gemessen am Veröffentlichungsdatum publishedAt). Diese Zahl beruht bewusst nur auf dem Arbeitgeber-Veröffentlichungsdatum, nicht auf unserem Erfassungsdatum, das durch einen erneuten Crawl am 17.07.2026 verzerrt wäre (nomado24-Index).
Hinweis: Eine saubere Verteilung nach Rolle oder Kategorie ist bewusst nicht Teil dieses Reports. Der öffentliche Rollen-Filter beruht auf überlappenden Stichwort-Treffern und ist keine trennscharfe Aufteilung; er wird daher nicht als Kategorienstatistik veröffentlicht.
Abschnitt 6: Deutschland im europäischen Vergleich
Im europäischen Vergleich liegt Deutschland im oberen Mittelfeld, aber klar hinter den Spitzenreitern.
| Land | Anteil im Homeoffice |
|---|---|
| Niederlande | 52 % |
| Schweden | 45 bis 46 % |
| Luxemburg | 43 % |
| Deutschland | 25 % |
| EU-27-Durchschnitt | 23 % |
| Rumänien | 4 % |
| Bulgarien | 3 bis 4 % |
Einheitliche Basis: zumindest gelegentlich (Eurostat usually plus sometimes). Schweden und Bulgarien als Bereiche ausgewiesen; Balkenlänge = Bereichsmittel. Quelle: Destatis PM N051 (25.09.2025), gestützt auf Eurostat lfsa_ehomp. Grafik: nomado24.de
Bei der Intensität steht Deutschland vergleichsweise gut da. Unter Beschäftigten mit Hochschulbildung wird in Deutschland etwa 1,6 Tage pro Woche von zu Hause gearbeitet, über dem Durchschnitt von 1,2 Tagen im 40-Länder-Vergleich des G-SWA (ifo Institut, 02.05.2025).
Ausblick. Die Signale für die nächste Entwicklungsstufe der Kategorie sind qualitativ klar erkennbar, auch ohne feste Prognosezahl: Die am schnellsten wachsenden Inhalte und Nachfragesignale in diesem Feld sind Werkzeuge zur Gehaltstransparenz, Remote- und Standort-Hubs, Arbeitgeberseiten sowie Visa- und Relocation-Inhalte. Und KI-Assistenten, allen voran ChatGPT, sind inzwischen ein messbarer Verweiskanal für deutsche Jobsuch-Websites geworden. Wer heute in dieser Kategorie sichtbar bleiben will, investiert in belegbare, immer wieder zitierbare Referenzinhalte, nicht in einzelne Stellenanzeigen.
Abschnitt 7: Methodik
Eine sichtbare, ehrliche Methodik macht die Zahlen erst zitierfähig.
- Zwei Arten von Daten. Dieser Report kombiniert (a) amtliche Statistik zum deutschen Arbeitsmarkt (Destatis, ifo, IAB, Entgeltatlas der Bundesagentur für Arbeit, Eurostat), jeweils mit Quelle und Datum, und (b) den eigenen Live-Stellenindex von nomado24. Beide sind stets gekennzeichnet: Aussagen zum Gesamtmarkt stützen sich auf die amtlichen Quellen, Aussagen auf Index-Ebene sind ausdrücklich als "unter den auf nomado24 gelisteten Stellen" formuliert.
- Der nomado24-Index-Snapshot. Die Index-Zahlen sind eine einzelne Momentaufnahme des aktiven Index vom 17. Juli 2026 (21:47 UTC), N = 6.957 aktive Remote- und Hybrid-Stellen aus 14 Ingest-Quellen. Reine Vor-Ort-Stellen sind bereits bei der Erfassung ausgeschlossen. Nah-Duplikate werden entfernt, quellenübergreifende Dubletten können jedoch überleben, daher zählt der Index Stellenausschreibungen (Postings), nicht eindeutige offene Stellen. Quelle: GET https://api.nomado24.de/api/report-stats.
- Methodenwechsel bei der Gehaltsnennung (Stand 9. August 2026). Die Gehaltszahl dieses Reports beruht auf dem Verfahren, das am 17. Juli 2026 im Einsatz war: Als Gehaltsangabe zählte nur ein ausgewiesenes Gehaltsfeld der Stellenanzeige. Die Erkennung von Gehältern im Fließtext entstand erst danach (20. Juli 2026) und wurde später aktiviert; für den Snapshot vom 17. Juli existieren diese Werte nicht und lassen sich auch nicht nachträglich ergänzen, weil der Index den jeweils aktiven Stellenbestand misst. Deshalb wird diese Ausgabe nicht rückwirkend neu berechnet, sondern der Methodenwechsel offen ausgewiesen. Der jeweils aktuelle Wert nach erweiterter Messung steht im Live-Endpunkt report-stats und im offenen Datensatz remote-jobs-statistik.json. Betroffen sind ausschließlich die Gehaltszahlen; alle übrigen Index-Zahlen dieses Reports (Bestand, Arbeitsform, Sprache, Quellen, Arbeitgeber) berührt die Änderung nicht.
- Die Quellen-Gewichtung (die zentrale Ehrlichkeitszeile). Der Index ist aus Job-Feeds aggregiert und kein Zufallssample des deutschen Arbeitsmarkts. Der größte Einzel-Feed, der einer öffentlichen Stellenbörse, machte zum Snapshot (17. Juli 2026) rund 40 Prozent des Index aus und verschob ihn in Richtung deutschsprachiger, in Deutschland verorteter und hybrider Stellen. Index-Anteile (Arbeitsform, Sprache, Geltungsbereich) beschreiben, was Arbeitgeber in diese Feeds einstellen, nicht den Arbeitsmarkt als Ganzes.
- Definitorische Sorgfalt bei den Makro-Zahlen. Deutsche Homeoffice-Zahlen nutzen unterschiedliche Basen und dürfen nicht vermischt werden: Die 25-Prozent-Schlagzeile bezieht sich auf "Erwerbstätige, zumindest gelegentlich im Homeoffice" (Destatis); die Bundesland-Zahlen nutzen die engere Basis "abhängig Beschäftigte, mindestens ein Tag pro Woche" (bundesweiter Durchschnitt 22,7 Prozent); Panel-Umfragen (etwa PwC, Owl Labs) liegen höher, weil ihre Basis büro-affine Beschäftigte sind. Jede Zahl nennt Jahr und Basis.
- Was wir bewusst NICHT behaupten. Wir veröffentlichen kein "typisches Remote-Gehalt" aus den eigenen Daten (die Gehaltsstichprobe dieser Ausgabe ist klein und selbstselektiv); für Gehaltshöhen zitieren wir stattdessen die amtlichen Entgeltatlas-Mediane. Wir geben die Größe unseres Index nicht als Größe des deutschen Remote-Arbeitsmarkts aus. Wir verketten die StepStone-Werte 2025 und 2026 nicht als Jahreswachstum (das ist eine Methodenänderung, keine Lohnerhöhung). Und wir lesen die 2,6 Prozent vom Juli und die 8,0 Prozent vom August nicht als Anstieg der Gehaltstransparenz, weil dazwischen das Messverfahren gewechselt hat.
- Reproduzierbarkeit. Jede Index-Zahl ist aus zwei öffentlichen Endpunkten reproduzierbar (/api/report-stats und /api/aggregated-jobs?...&limit=1); jede externe Zahl trägt Quelle, URL und Datum in ihrer Bildunterschrift. Eine Ausnahme ist die Gehaltsnennung: Ein heutiger Abruf desselben Endpunkts liefert den heutigen Bestand nach der erweiterten Messung, nicht die 2,6 Prozent vom 17. Juli (siehe Methodenwechsel).
Über nomado24
nomado24 ist eine Plattform für ortsunabhängiges Arbeiten in Deutschland und der EU. Sie verbindet einen aggregierten Index für Remote- und Hybrid-Stellen mit Coworking-Angeboten, einer Community und einem KI-gestützten Berufsberater. Für diesen Report stammen alle Index-Zahlen aus dem eigenen Live-Datenbestand, abrufbar über zwei öffentliche Endpunkte (api.nomado24.de/api/report-stats und /api/aggregated-jobs). nomado24 versteht sich als datengestützte Anlaufstelle für Menschen, die remote arbeiten wollen, und veröffentlicht regelmäßig belegbare Auswertungen zum deutschen Remote-Arbeitsmarkt.
Kontakt für Redaktionen und Rückfragen zu den Daten: über die Website nomado24.de. Die in diesem Report gezeigten Kern-Grafiken stehen als einbettbare Bausteine mit Quellenangabe bereit, sodass zitierende Medien sie mit korrekter Attribution übernehmen können.
Quellen (References)
Amtliche und institutionelle Quellen (extern)
- Statistisches Bundesamt (Destatis), Pressemitteilung N024, 22.04.2026 (Homeoffice-Anteil 2025, Trendreihe, Branchen, Alter, Vollremote-Anteil)
- Statistisches Bundesamt (Destatis), Pressemitteilung N051, 25.09.2025 (Trendreihe, Pendeldistanz, EU-Vergleich)
- Statistisches Bundesamt (Destatis), Pressemitteilung PD26_113_621, April 2026 (Medianbruttojahresverdienst 2025, Ost/West)
- ifo Institut, ifo Konjunkturumfrage, 02.09.2025 (Homeoffice bei einem Viertel, Zitat Alipour)
- ifo Institut, Pressemitteilung 02.05.2025 (Homeoffice-Tage pro Woche, G-SWA)
- IAB-Forum, "Potenzial für Homeoffice noch nicht ausgeschöpft" (Alipour, Falck, Schüller)
- Amt für Statistik Berlin-Brandenburg, PM 152/2025, Mikrozensus 2024 (Bundesland-Ranking)
- Eurostat, Datensatz lfsa_ehomp (EU-Homeoffice-Vergleich)
- Bundesagentur für Arbeit, Entgeltatlas 2024 (Berufsmediane)
- StepStone Gehaltsreport 2026 (via Controllingportal)
- StepStone Gehaltsreport 2025 (via Controllingportal)
- EU-Entgelttransparenzrichtlinie (EU) 2023/970, Frist 7. Juni 2026 (Ogletree)
- EU-Entgelttransparenzrichtlinie, Umsetzungsstand (Datenstand 20.05.2026; L&E Global, 27.05.2026)
nomado24-Erstdaten (intern, reproduzierbar)
- nomado24-Stellenindex, GET https://api.nomado24.de/api/report-stats, Snapshot generatedAt = 2026-07-17T21:47:48.023Z, N = 6.957.
- nomado24 Companies-Index, GET https://api.nomado24.de/api/aggregated-jobs/companies.
- Vergleichswert nach erweiterter Messung (inklusive Gehältern aus dem Fließtext): nomado24-Stellenindex, Abruf 9. August 2026, 8,0 Prozent (761 von 9.487); derselbe Bestand als offener Datensatz unter www.nomado24.de/remote-jobs-statistik.json.
