Datenreport · Remote-Arbeitsmarkt Deutschland

Remote Work in Deutschland 2026: Daten, Gehälter, Städte, Trends

Der nomado24 Remote-Report 2026

Stand der Daten: 17. Juli 2026 (Europe/Berlin). Ein Datenreport von nomado24, kombiniert aus amtlicher Statistik zum deutschen Arbeitsmarkt und dem eigenen Live-Stellenindex von nomado24.

Die These in einem Satz: Remote-Arbeit hat sich in Deutschland bei einem stabilen Viertel der Erwerbstätigen eingependelt und ist heute ganz überwiegend hybrid, nicht vollremote. Doch das Gehalt hinter diesen Stellen bleibt fast vollständig verborgen: Im Live-Index von nomado24 nennen nur 2,6 Prozent der Remote- und Hybrid-Stellen ein Gehalt, Wochen nachdem die Umsetzungsfrist für eine EU-Richtlinie zu Gehaltsangaben abgelaufen ist, die Deutschland zu dieser Frist nicht in nationales Recht umgesetzt hatte.

Die 6 Kernbefunde

Die sechs zentralen, jeweils direkt belegten Befunde dieses Reports. Jede Zahl nennt ihre Quelle, damit sie einzeln zitierfähig ist. Amtliche Zahlen beschreiben den deutschen Arbeitsmarkt; Zahlen mit dem Hinweis "nomado24-Index" beschreiben ausschließlich die auf nomado24 gelisteten Stellen, nicht den Gesamtmarkt.

2,6 % (183 von 6.957)

Nur ein kleiner Teil der Remote- und Hybrid-Stellen nennt ein Gehalt

nomado24-Indexnomado24-Index, report-stats, Snapshot 17.07.2026
25 % (2025)

Ein Viertel der Erwerbstätigen arbeitet zumindest gelegentlich im Homeoffice

Destatis, PM N024, 22.04.2026
nur noch 24 % der Homeoffice-Nutzer ausschließlich zu Hause

Vollremote schrumpft, Hybrid ist die Norm

Destatis, PM N024, 22.04.2026
rund 30 % (2.081 von 6.957)

Fast drei von zehn gelisteten Stellen sind auf Englisch ausgeschrieben

nomado24-Indexnomado24-Index, report-stats
74 % in IT vs. 6 % in der Gastronomie

Homeoffice ist zwischen den Branchen extrem ungleich verteilt

Destatis, PM N024, 22.04.2026
54.066 EUR brutto/Jahr, Vollzeit (2025)

Das Medianeinkommen in Deutschland gibt den Maßstab

Destatis, PM PD26_113_621
0Die 6 Kernbefunde
Nr.KernbefundZahlQuelle
1Nur ein kleiner Teil der Remote- und Hybrid-Stellen nennt ein Gehalt2,6 % (183 von 6.957)nomado24-Index, report-stats, Snapshot 17.07.2026
2Ein Viertel der Erwerbstätigen arbeitet zumindest gelegentlich im Homeoffice25 % (2025)Destatis, PM N024, 22.04.2026
3Vollremote schrumpft, Hybrid ist die Normnur noch 24 % der Homeoffice-Nutzer ausschließlich zu HauseDestatis, PM N024, 22.04.2026
4Fast drei von zehn gelisteten Stellen sind auf Englisch ausgeschriebenrund 30 % (2.081 von 6.957)nomado24-Index, report-stats
5Homeoffice ist zwischen den Branchen extrem ungleich verteilt74 % in IT vs. 6 % in der GastronomieDestatis, PM N024, 22.04.2026
6Das Medianeinkommen in Deutschland gibt den Maßstab54.066 EUR brutto/Jahr, Vollzeit (2025)Destatis, PM PD26_113_621
Die sechs Kernzahlen des Reports. Zahlen mit dem Zusatz "nomado24-Index" stammen aus dem eigenen Live-Stellenindex (Snapshot 17.07.2026, N = 6.957 aktive Remote- und Hybrid-Stellen); alle übrigen Zahlen aus amtlicher Statistik (Destatis). Quellen: report-stats; Destatis PM N024 und PD26_113_621.

Abschnitt 1: Wie verbreitet ist Remote-Arbeit in Deutschland?

Der Ausgangspunkt ist eine amtliche Zahl. Im Jahr 2025 arbeiteten 25 Prozent aller Erwerbstätigen zumindest gelegentlich im Homeoffice (Destatis, Pressemitteilung N024 vom 22.04.2026). Vor der Pandemie, 2019, waren es erst 13 Prozent. Die Quote hat sich also gegenüber der Zeit vor Corona nahezu verdoppelt und dann bei einem Viertel der Erwerbstätigen stabilisiert. Sie ist nicht wieder eingebrochen.

1.1Homeoffice-Anteil der Erwerbstätigen in Deutschland, 2019 bis 2025
JahrAnteil im Homeoffice (zumindest gelegentlich)
201913 %
202125 %
202224 %
202323 %
202424 %
202525 %
Basis: Erwerbstätige, die zumindest gelegentlich im Homeoffice gearbeitet haben. Kernaussage: Nach dem Pandemie-Sprung 2021 pendelt sich Homeoffice stabil bei rund einem Viertel ein. Quelle: Destatis PM N024 (22.04.2026) und PM N051 (25.09.2025).
Homeoffice in Deutschland: verdoppelt und dann stabil (2019 bis 2025)
05101520253013 %201925 %202124 %202223 %202324 %202425 %2025

2019 auf 2021 gestrichelt: 2020 wurde in der Quelle nicht erhoben.

Basis: Erwerbstätige, die zumindest gelegentlich im Homeoffice arbeiten. Quelle: Destatis PM N024 (22.04.2026) und N051 (25.09.2025). Grafik: nomado24.de

Ein zweiter, unabhängiger Beleg stützt dieses Bild. Das ifo Institut ermittelte für August 2025 einen Anteil von 24,4 Prozent aller Beschäftigten, die zumindest teilweise von zu Hause arbeiten, und beschreibt das Niveau als "recht stabil bei einem Viertel" seit 2022. ifo-Ökonom Jean-Victor Alipour: "Ein Trend zur Rückkehr ins Büro ist nicht erkennbar" (ifo Institut, 02.09.2025). Zwei unabhängige Quellen landen also bei rund einem Viertel, das macht die Zahl belastbar.

Zugleich ist das Potenzial größer als die Praxis. Nach einer Strukturanalyse von Alipour, Falck und Schüller (ifo/IAB) könnten rund 56 Prozent der Erwerbstätigen ihre Tätigkeit zumindest teilweise von zu Hause erledigen ("homeofficefähig"), während nur 25 Prozent es tatsächlich tun. Wichtige Einordnung: Diese 56 Prozent sind Strukturdaten aus der Zeit um 2020, also kein aktueller Messwert, sondern eine Potenzialgröße; entsprechend gekennzeichnet (IAB-Forum, "Potenzial für Homeoffice noch nicht ausgeschöpft").

1.2Homeoffice-Nutzung nach Alter (Erwerbstätige, 2025)
AltersgruppeAnteil im Homeoffice
35 bis 44 Jahre30 %
25 bis 34 Jahre28 %
55 bis 64 Jahre22 %
15 bis 24 Jahre10 %
Kernaussage: Homeoffice ist in der mittleren Karrierephase am verbreitetsten und bei den Jüngsten am seltensten. Quelle: Destatis PM N024 (22.04.2026).

Abschnitt 2: Hybrid schlägt Vollremote

Die vielleicht wichtigste Verschiebung der letzten Jahre: Vollremote ist nicht mehr die Norm, Hybrid ist es. Von den Menschen, die 2025 überhaupt Homeoffice nutzen, arbeiten nur noch 24 Prozent ausschließlich zu Hause, während 46 Prozent weniger als die Hälfte ihrer Arbeitstage von zu Hause aus verbringen. Auf dem Pandemie-Höhepunkt 2021 waren noch 40 Prozent der Homeoffice-Nutzer vollremote (Destatis PM N024, 22.04.2026).

2.1Anteil der reinen Vollremote-Arbeit unter Homeoffice-Nutzern
ZeitpunktAnteil, der ausschließlich zu Hause arbeitet
2021 (Pandemie-Höhepunkt)40 %
202524 %
Kernaussage: Innerhalb von vier Jahren hat sich reine Heimarbeit fast halbiert; Hybrid hat sie verdrängt. Quelle: Destatis PM N024 (22.04.2026).

Die Angebotsseite bestätigt diesen Trend. Unter den auf nomado24 gelisteten Stellen überwiegen Hybrid-Ausschreibungen die reinen Vollremote-Stellen im Verhältnis von rund 62 zu 38 Prozent (4.327 hybrid vs. 2.630 vollremote von 6.957 aktiven Stellen; nomado24-Index, report-stats, Snapshot 17.07.2026).

2.2Arbeitsform im nomado24-Stellenindex (N = 6.957)
ArbeitsformAnzahl StellenAnteil
Hybrid4.32762,2 %
Vollremote2.63037,8 %
Vor Ort (Onsite)0 (bei der Erfassung ausgeschlossen)k. A.
Basis: aktive Remote- und Hybrid-Stellen im nomado24-Index, Snapshot 17.07.2026. Wichtig: Der Index ist quellen-gewichtet (der Feed der Bundesagentur für Arbeit macht rund 40 Prozent aus und neigt zu Hybrid- und deutschsprachigen Stellen), also kein Zufallssample des Arbeitsmarkts. Diese Zahl ist eine Bestätigung der amtlichen Verschiebung aus Sicht der ausgeschriebenen Stellen, nicht ein zweiter Marktwert. Quelle: nomado24-Index, report-stats .byWorkLocation.
Auch im Stellenangebot überwiegt Hybrid (nomado24-Index)
N = 6.957
  • Hybrid: 62,2 % (4.327)
  • Vollremote: 37,8 % (2.630)

Basis: aktive Remote- und Hybrid-Stellen im nomado24-Index, Snapshot 17.07.2026. Der Index ist quellen-gewichtet (Feed der Bundesagentur rund 40 Prozent), also kein Zufallssample des Arbeitsmarkts, sondern eine Bestätigung der amtlichen Verschiebung aus Angebotssicht. Quelle: nomado24-Index, report-stats.byWorkLocation. Grafik: nomado24.de

Abschnitt 3: Wer remote arbeitet, und wer nicht

Homeoffice ist kein gleichmäßig verteiltes Privileg. Es hängt stark von Branche, Region und sogar vom Arbeitsweg ab. Diese Verteilungen sind durchweg amtlich belegt und gehören zu den am häufigsten geteilten Befunden dieses Reports.

3.1Homeoffice nach Wirtschaftszweig (Erwerbstätige, zumindest gelegentlich, 2025)
BrancheAnteil im Homeoffice
IT-Dienstleistungen, Unternehmensführung und Unternehmensberatung74 %
Informationsdienstleistungen68 %
Versicherungen und Pensionskassen68 %
Kfz-Handel und -Reparatur / Einzelhandelje 10 %
Gebäudebetreuung, Garten- und Landschaftsbau7 %
Gastronomie6 %
Kernaussage: Zwischen der Spitzenbranche (IT und Beratung, 74 Prozent) und dem Schlusslicht (Gastronomie, 6 Prozent) liegt der Faktor zwölf. Homeoffice ist stark tätigkeitsabhängig. Quelle: Destatis PM N024 (22.04.2026).
Homeoffice ist extrem branchenabhängig (2025)
IT und Beratung74 %Informationsdienstleistungen68 %Versicherungen und Pensionskassen68 %Kfz-Handel / Einzelhandel10 %Gebäudebetreuung, Garten, Landschaftsbau7 %Gastronomie6 %

Basis: Erwerbstätige 2025, zumindest gelegentlich. Kernaussage: Zwischen IT und Beratung (74 Prozent) und Gastronomie (6 Prozent) liegt Faktor zwölf. Quelle: Destatis PM N024 (22.04.2026). Grafik: nomado24.de

3.2Homeoffice nach Bundesland (2024)
BundeslandAnteil im Homeoffice
Hamburg35,6 %
Berlin31,2 %
Hessen27,4 %
Brandenburg18,1 %
Mecklenburg-Vorpommern14,1 %
Thüringen13,5 %
Sachsen-Anhalt10,9 %
Wichtig, andere Basis als die 25-Prozent-Schlagzeile: abhängig Beschäftigte (ohne Auszubildende), die mindestens einen Tag pro Woche zu Hause arbeiten, Mikrozensus 2024. Der bundesweite Durchschnitt auf dieser engeren Basis liegt bei 22,7 Prozent, nicht bei 25 Prozent. Kernaussage: Die Stadtstaaten und wohlhabende Westländer führen, die eher ländlichen Ostländer bilden das Schlusslicht; Hamburg liegt rund dreimal so hoch wie Sachsen-Anhalt. Quelle: Amt für Statistik Berlin-Brandenburg, PM 152/2025 (Mikrozensus 2024).

Ein besonders gegenläufiger, selten genutzter Befund betrifft den Arbeitsweg. Je weiter der Weg zur Arbeit, desto mehr Homeoffice: Wer weniger als fünf Kilometer entfernt wohnt, nutzt es zu 14 Prozent, wer 50 Kilometer oder mehr pendelt, zu 42 Prozent (Destatis PM N051, 25.09.2025). Homeoffice ersetzt also vor allem lange Pendelstrecken.

3.3Homeoffice nach Entfernung zum Arbeitsplatz (2024)
Entfernung zum ArbeitsplatzAnteil im Homeoffice
unter 5 km14 %
25 bis unter 50 km29 %
50 km und mehr42 %
Kernaussage: Mit der Pendeldistanz steigt die Homeoffice-Nutzung deutlich; über 50 Kilometer ist sie dreimal so hoch wie im Nahbereich. Quelle: Destatis PM N051 (25.09.2025).

Abschnitt 4: Die Gehaltslücke: Was Remote-Jobs zahlen, und was sie verschweigen

Dies ist das Herzstück des Reports und der Befund, den nur nomado24 liefern kann.

Nur 2,6 Prozent der auf nomado24 gelisteten Remote- und Hybrid-Stellen nennen ein Gehalt (183 von 6.957 aktiven Stellen; nomado24-Index, report-stats .salary, Snapshot 17.07.2026). Ein Kontrollwert über das öffentlich ausgespielte Board bestätigt die Größenordnung: 2,44 Prozent (169 von 6.929).

Nur 2,6 Prozent der Remote- und Hybrid-Stellen nennen ein Gehalt
2,6 %183 von 6.957 aktiven Stellen
2,6 % nennen ein Gehalt97,4 % ohne Angabe

Basis: 6.957 aktive Remote- und Hybrid-Stellen im nomado24-Index, Snapshot 17.07.2026, Feld report-stats.salary. Kontrollwert über das öffentliche Board: 2,44 Prozent (169 von 6.929). Aussage zur Transparenz-Quote, nicht zur Gehaltshöhe. Quelle: nomado24-Index. Grafik: nomado24.de

Wichtige Einordnung, die zu dieser Zahl gehört: Die Stichprobe von 183 Stellen ist klein und selbstselektiv (Arbeitgeber, die ein Gehalt nennen, verteilen sich ungleich über die Branchen). Es handelt sich um eine Aussage zur Transparenz-Quote, nicht zur Gehaltshöhe. Deshalb veröffentlicht dieser Report bewusst kein "typisches Remote-Gehalt" aus den eigenen Daten. Ein Median fehlt in der Datenquelle, und die Rohwerte enthalten offensichtliche Parse-Artefakte und werden daher nicht zitiert. Für Gehaltshöhen greift der Report stattdessen auf amtliche Zahlen zurück (siehe Tabelle 4.3).

Rechtlicher Hintergrund: die EU-Entgelttransparenzrichtlinie. Die Richtlinie (EU) 2023/970 verpflichtet Arbeitgeber, in Stellenausschreibungen oder vor dem ersten Gespräch das Entgelt oder eine Entgeltspanne anzugeben, und verbietet die Frage nach dem bisherigen Gehalt. Die Europäische Kommission hat bestätigt, dass die Umsetzungsfrist der 7. Juni 2026 bleibt (Ogletree). Deutschland hat diese Frist verstreichen lassen: Zum Analysezeitpunkt der Quelle (Stand 20. Mai 2026) hatten erst zwei Mitgliedstaaten, Italien und die Slowakei, ein vollständiges Umsetzungsgesetz in Kraft, Deutschland gehörte nicht dazu (L&E Global, 27.05.2026). Genau dieser Kontrast macht den Befund aktuell: Die Umsetzungsfrist für eine EU-Vorgabe zu Gehaltsspannen war der 7. Juni 2026, Deutschland hatte sie zu diesem Zeitpunkt nicht erlassen, und in der Praxis nennt nahezu keine Remote- oder Hybrid-Stelle ein Gehalt. (Der genaue Umsetzungsstand für Deutschland ist zum Veröffentlichungsdatum erneut zu prüfen; siehe Methodik.)

Für die tatsächlichen Gehaltshöhen liefern amtliche Zahlen den Maßstab. Der typische Vollzeitbeschäftigte in Deutschland verdiente 2025 ein Medianbruttogehalt von 54.066 EUR im Jahr (Destatis, PM PD26_113_621). Das arithmetische Mittel lag höher, bei 64.441 EUR, und der Ost-West-Unterschied bleibt spürbar (Ost ohne Berlin 46.013 EUR vs. West 55.435 EUR). Für die qualifizierten, remote-typischen Berufe zeigt der Entgeltatlas der Bundesagentur für Arbeit eine breite Spanne.

4.3Mittleres monatliches Vollzeit-Bruttoentgelt (Median) für remote-typische Berufe
RolleBeruf (Anforderungsniveau)Median EUR/Monatca. EUR/JahrQuelle (Entgeltatlas)
IT (Generalist)Informatiker/in (Experte)6.478ca. 77.700web.arbeitsagentur.de/entgeltatlas/beruf/58711
IT (Entwicklung)Softwareentwickler/in (Experte)6.097ca. 73.200web.arbeitsagentur.de/entgeltatlas/beruf/15260
VertriebAußendienstmitarbeiter/in (Spezialist)5.458ca. 65.500web.arbeitsagentur.de/entgeltatlas/beruf/6728
PersonalwesenPersonalreferent/in (Spezialist)5.088ca. 61.100web.arbeitsagentur.de/entgeltatlas/beruf/58977
BuchhaltungBuchhalter/in (Spezialist)4.259ca. 51.100web.arbeitsagentur.de/entgeltatlas/beruf/7692
KundenserviceKundendienstberater/in (Spezialist)3.748ca. 45.000web.arbeitsagentur.de/entgeltatlas/beruf/27818
Monatlicher Median, Vollzeit, sozialversicherungspflichtig, ohne Sonderzahlungen; Jahreswert = Monatswert mal zwölf (gerundet), daher leicht untertrieben. Alle Zeilen liegen auf der Qualifikationsstufe Spezialist oder Experte, beschreiben also den qualifizierten Fachprofi, nicht die Einstiegsstelle. Jede Zeile wurde am 17.07.2026 live aus dem Entgeltatlas gerendert. Quelle: Bundesagentur für Arbeit, Entgeltatlas 2024.
Was remote-typische Berufe zahlen (Median, Vollzeit)
Informatiker/in (Experte)6.478 EURSoftwareentwickler/in (Experte)6.097 EURAußendienst (Spezialist)5.458 EURPersonalreferent/in (Spezialist)5.088 EURBuchhalter/in (Spezialist)4.259 EURKundendienst (Spezialist)3.748 EUR

Monatlicher Median, Vollzeit, sozialversicherungspflichtig, ohne Sonderzahlungen. Alle Zeilen auf Stufe Spezialist oder Experte (Fachprofi, nicht Einstieg). Das sind amtliche Entgeltatlas-Mediane für diese Berufe, keine nomado24-Gehälter. Quelle: Bundesagentur für Arbeit, Entgeltatlas 2024. Grafik: nomado24.de

Ein Hinweis zur Vorsicht bei Zeitreihen: Der StepStone-Gehaltsreport weist für 2025 ein Medianbruttogehalt von 45.800 EUR und für 2026 von 53.900 EUR aus. Dieser Sprung ist eine Methoden- und Stichprobenänderung (die Ausgabe 2026 nutzt rund 1,3 Millionen Gehaltsplaner-Datensätze), kein tatsächlicher Lohnzuwachs binnen eines Jahres. Er darf nicht als Jahresvergleich gelesen werden (Quelle: StepStone via Controllingportal).

Bezug zum Gender-Pay-Thema. Der Entgeltatlas zeigt in denselben Berufen deutliche Gehaltsunterschiede zwischen Frauen und Männern: Softwareentwickler/in 5.437 EUR (Frauen) vs. 6.193 EUR (Männer), Buchhalter/in 4.074 EUR vs. 4.905 EUR, Personalreferent/in 4.917 EUR vs. 5.738 EUR (jeweils Median, Deutschland; Entgeltatlas 2024). Genau diese Lücke ist eines der erklärten Ziele der Entgelttransparenzrichtlinie, was den Zusammenhang von Transparenz und fairer Bezahlung unterstreicht.

Abschnitt 5: Wer stellt remote ein?

Der Blick auf die Arbeitgeberseite zeigt eine stark zersplitterte Angebotslandschaft.

5.1Top-Arbeitgeber im nomado24-Index nach Zahl aktiver Stellen
ArbeitgeberAktive Stellen
Canonical84
Vanta52
GitLab49
1KOMMA5 GmbH40
D Ploy38
Celonis35
Remote35
Supabase32
Twilio29
Grafana Labs27
Basis: live auf nomado24 gelistete Stellen, Stand 17.07.2026. Dies ist eine Rangfolge innerhalb unseres Index, nicht "die größten Remote-Arbeitgeber Deutschlands". Quelle: nomado24, Endpoint /api/aggregated-jobs/companies.

Der Markt ist ausgesprochen langgestreckt ("long tail"). Der Index zählt 2.759 verschiedene Arbeitgeber. Nur 202 davon schreiben drei oder mehr aktive Stellen aus, nur 45 zehn oder mehr. Rund 93 Prozent (etwa 2.557) posten lediglich ein oder zwei Stellen (nomado24-Index, report-stats .companies plus Companies-Endpoint; der 93-Prozent-Wert ist eine endpunktübergreifende Schätzung und als solche gekennzeichnet). Anders gesagt: Eine Handvoll Firmen stellt remote in großem Umfang ein, die große Mehrheit listet nur ein oder zwei Rollen.

Zur Aktualität der Daten: 34,1 Prozent der Stellen wurden vom Arbeitgeber in den letzten sieben Tagen veröffentlicht (2.366 von 6.929, gemessen am Veröffentlichungsdatum publishedAt). Diese Zahl beruht bewusst nur auf dem Arbeitgeber-Veröffentlichungsdatum, nicht auf unserem Erfassungsdatum, das durch einen erneuten Crawl am 17.07.2026 verzerrt wäre (nomado24-Index).

Hinweis: Eine saubere Verteilung nach Rolle oder Kategorie ist bewusst nicht Teil dieses Reports. Der öffentliche Rollen-Filter beruht auf überlappenden Stichwort-Treffern und ist keine trennscharfe Aufteilung; er wird daher nicht als Kategorienstatistik veröffentlicht.

Abschnitt 6: Deutschland im europäischen Vergleich

Im europäischen Vergleich liegt Deutschland im oberen Mittelfeld, aber klar hinter den Spitzenreitern.

6.1Homeoffice im EU-Vergleich (zumindest gelegentlich, 2024/2025)
LandAnteil im Homeoffice
Niederlande52 %
Schweden45 bis 46 %
Luxemburg43 %
Deutschland25 %
EU-27-Durchschnitt23 %
Rumänien4 %
Bulgarien3 bis 4 %
Einheitliche Basis über alle Länder: "zumindest gelegentlich" (Eurostat-Kategorien "usually" plus "sometimes"). Kernaussage: Die Niederlande liegen mit 52 Prozent gut doppelt so hoch wie Deutschland; Deutschland liegt leicht über dem EU-Schnitt. Quelle: Destatis PM N051 (25.09.2025), gestützt auf Eurostat lfsa_ehomp.
Homeoffice im EU-Vergleich: Deutschland im oberen Mittelfeld
Niederlande52 %Schweden45 bis 46 %Luxemburg43 %Deutschland25 %Rumänien4 %Bulgarien3 bis 4 %EU-27-Schnitt 23 %

Einheitliche Basis: zumindest gelegentlich (Eurostat usually plus sometimes). Schweden und Bulgarien als Bereiche ausgewiesen; Balkenlänge = Bereichsmittel. Quelle: Destatis PM N051 (25.09.2025), gestützt auf Eurostat lfsa_ehomp. Grafik: nomado24.de

Bei der Intensität steht Deutschland vergleichsweise gut da. Unter Beschäftigten mit Hochschulbildung wird in Deutschland etwa 1,6 Tage pro Woche von zu Hause gearbeitet, über dem Durchschnitt von 1,2 Tagen im 40-Länder-Vergleich des G-SWA (ifo Institut, 02.05.2025).

Ausblick. Die Signale für die nächste Entwicklungsstufe der Kategorie sind qualitativ klar erkennbar, auch ohne feste Prognosezahl: Die am schnellsten wachsenden Inhalte und Nachfragesignale in diesem Feld sind Werkzeuge zur Gehaltstransparenz, Remote- und Standort-Hubs, Arbeitgeberseiten sowie Visa- und Relocation-Inhalte. Und KI-Assistenten, allen voran ChatGPT, sind inzwischen ein messbarer Verweiskanal für deutsche Jobsuch-Websites geworden. Wer heute in dieser Kategorie sichtbar bleiben will, investiert in belegbare, immer wieder zitierbare Referenzinhalte, nicht in einzelne Stellenanzeigen.

Abschnitt 7: Methodik

Eine sichtbare, ehrliche Methodik macht die Zahlen erst zitierfähig.

  1. Zwei Arten von Daten. Dieser Report kombiniert (a) amtliche Statistik zum deutschen Arbeitsmarkt (Destatis, ifo, IAB, Entgeltatlas der Bundesagentur für Arbeit, Eurostat), jeweils mit Quelle und Datum, und (b) den eigenen Live-Stellenindex von nomado24. Beide sind stets gekennzeichnet: Aussagen zum Gesamtmarkt stützen sich auf die amtlichen Quellen, Aussagen auf Index-Ebene sind ausdrücklich als "unter den auf nomado24 gelisteten Stellen" formuliert.
  2. Der nomado24-Index-Snapshot. Die Index-Zahlen sind eine einzelne Momentaufnahme des aktiven Index vom 17. Juli 2026 (21:47 UTC), N = 6.957 aktive Remote- und Hybrid-Stellen aus 14 Ingest-Quellen. Reine Vor-Ort-Stellen sind bereits bei der Erfassung ausgeschlossen. Nah-Duplikate werden entfernt, quellenübergreifende Dubletten können jedoch überleben, daher zählt der Index Stellenausschreibungen (Postings), nicht eindeutige offene Stellen. Quelle: GET https://api.nomado24.de/api/report-stats.
  3. Die Quellen-Gewichtung (die zentrale Ehrlichkeitszeile). Der Index ist aus Job-Feeds aggregiert und kein Zufallssample des deutschen Arbeitsmarkts. Der größte Einzel-Feed, der der Bundesagentur für Arbeit (arbeitsagentur), macht rund 40 Prozent des Index aus und verschiebt ihn in Richtung deutschsprachiger, in Deutschland verorteter und hybrider Stellen. Index-Anteile (Arbeitsform, Sprache, Geltungsbereich) beschreiben, was Arbeitgeber in diese Feeds einstellen, nicht den Arbeitsmarkt als Ganzes.
  4. Definitorische Sorgfalt bei den Makro-Zahlen. Deutsche Homeoffice-Zahlen nutzen unterschiedliche Basen und dürfen nicht vermischt werden: Die 25-Prozent-Schlagzeile bezieht sich auf "Erwerbstätige, zumindest gelegentlich im Homeoffice" (Destatis); die Bundesland-Zahlen nutzen die engere Basis "abhängig Beschäftigte, mindestens ein Tag pro Woche" (bundesweiter Durchschnitt 22,7 Prozent); Panel-Umfragen (etwa PwC, Owl Labs) liegen höher, weil ihre Basis büro-affine Beschäftigte sind. Jede Zahl nennt Jahr und Basis.
  5. Was wir bewusst NICHT behaupten. Wir veröffentlichen kein "typisches Remote-Gehalt" aus den eigenen Daten (unsere Gehaltsstichprobe ist klein, selbstselektiv und ohne Median); für Gehaltshöhen zitieren wir stattdessen die amtlichen Entgeltatlas-Mediane. Wir geben die Größe unseres Index nicht als Größe des deutschen Remote-Arbeitsmarkts aus. Und wir verketten die StepStone-Werte 2025 und 2026 nicht als Jahreswachstum (das ist eine Methodenänderung, keine Lohnerhöhung).
  6. Reproduzierbarkeit. Jede Index-Zahl ist aus zwei öffentlichen Endpunkten reproduzierbar (/api/report-stats und /api/aggregated-jobs?...&limit=1); jede externe Zahl trägt Quelle, URL und Datum in ihrer Bildunterschrift.

Über nomado24

nomado24 ist eine Plattform für ortsunabhängiges Arbeiten in Deutschland und der EU. Sie verbindet einen aggregierten Index für Remote- und Hybrid-Stellen mit Coworking-Angeboten, einer Community und einem KI-gestützten Berufsberater. Für diesen Report stammen alle Index-Zahlen aus dem eigenen Live-Datenbestand, abrufbar über zwei öffentliche Endpunkte (api.nomado24.de/api/report-stats und /api/aggregated-jobs). nomado24 versteht sich als datengestützte Anlaufstelle für Menschen, die remote arbeiten wollen, und veröffentlicht regelmäßig belegbare Auswertungen zum deutschen Remote-Arbeitsmarkt.

Kontakt für Redaktionen und Rückfragen zu den Daten: über die Website nomado24.de. Die in diesem Report gezeigten Kern-Grafiken stehen als einbettbare Bausteine mit Quellenangabe bereit, sodass zitierende Medien sie mit korrekter Attribution übernehmen können.

Quellen (References)

Amtliche und institutionelle Quellen (extern)

nomado24-Erstdaten (intern, reproduzierbar)

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